Samstag, 5. Mai 2012

Auf ein Pepsi mit Michael Jackson!



Das Michael Jackson Estate und Pepsi planen für das 25-jährige Jubiläum von "Bad", eine Milliarde Pepsi-Dosen mit der Skizze des King of Pop zu versehen. Die Schweizer Gratiszeitung "Blick am Abend" stellt in einem Artikel die bevorstehende Werbekampagne kurz vor und fragt gleichzeitig: "Aber ist es sinnvoll, mit einem Menschen zu werben, der an Drogen und Skandalen zugrunde ging?".

Sinnvoll mit einem Menschen zu werben, der an Drogen und Skandalgen zugrunde ging, ist es wohl nie. Aber ging Michael Jackson denn überhaupt an Drogen und Skandalen zugrunde? –Natürlich nicht! Die Frage im Artikel macht Michael Jackson einmal mehr zu einem Menschen, der selbst für Skandale gesorgt hat und erst noch drogensüchtig war. Zugrunde ging Michael Jackson nicht, weil er Skandal um Skandal inszenierte und Drogen nahm. Viel zu früh von dieser Welt ging der Star, weil ihm die Menschen Skandale anhängten und die Ärzte ihn – einen Mensch, dem eine gesunde Lebensweise sehr wichtig war – des Geldes wegen in die Medikamentenabhängigkeit rissen. Es ist kaum zu glauben: Auch heute scheint dies kaum jemandem klar zu sein.

Michael Jackson hätte alles dafür getan, wenn man ihm in den letzten Jahren vor seinem Tod auf dem Markt eine Chance gegeben hätte. Heute, drei Jahre nach seinem Tod, "schämt" sich der Markt offenbar nicht mehr, Massenprodukte mit Michael Jackson-Motiven zu bewerben. Die Menschen sind jetzt wohl wieder bereit, aus einer Pepsi-Dose zu trinken, die der einst fast von der Gesellschaft geächtete Mann ziert. Als Toter ist Michael Jackson zu einer grösseren Marke denn je geworden. Und die Leute können sich jetzt über einen Star auf dem Getränk freuen, der geniale Musik machte und dann halt "an seinen eigenen Skandalen und dem Drogenkonsum" zugrundeging". So einfach kann man sich das schlechte Gewissen guttrinken.