Bildquelle: www.totalprosports.com
Gesellschaftskritische Themen über und ausserhalb Michael Jacksons im Fokus.
Montag, 6. August 2012
Zu Ehren der Salonfähigkeit
Das Duett der russischen Synchronschwimmerinnen Natalia Ishchenko und Svetlana Romashin an den Olympischen Sommerspielen in London stand ganz im Zeichen Michael Jacksons. Glitzrige Michael-Jackson-Badeanzüge, von denen jeder weibliche Fan träumt, trugen die beiden Synchronschwimmerinen, ihre Kür untermalte eine remixartige Version von Michael Jacksons "They Don't Care About Us". Aber geraten wir nicht gleich in Verzückung. Als Michael Jackson noch unter uns war, traute sich niemand in der Öffentlichkeit, den Künstler in irgendeiner Form auf positive Weise zu integrieren. Diese Kür galt wohl wieder "zu Ehren" Michael Jacksons. Dass es auch nichts bringt und nur eine gekünstelte Anerkennung ist, wenn man einen Verstorbenen unaufhörlich ehrt, den man zu Lebzeiten unaufhörlich quälte und schlussendlich in den Tod triebt, bedarf keiner weiteren Erklärungen. Die vielen Auftritte, bei denen man Michael Jackson so tüchtig feiert, dürften ihre Wirkung bald verloren haben, wenn sie es nicht schon haben: Je mehr Michael Jackson, desto grösser ist das kommerzielle Ziel, das mit dem Ehre-Trick schneller und besser erreicht werden sollte. In Rührung versetzen solche Auftritte die Leute nicht. Sie bewirken nur eines: Michael Jackson ist seit seinem Tod nichts anderes als einfach wieder "salonfähig" geworden. Ob ein Song von Justin Bieber oder vom King of Pop gespielt wird - die grössten Skeptiker werden auch bei letzterem nicht echauffiert aufhorchen.

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