Der US-Sänger Harry Belafonte meinte kürzlich in einem Tages-Anzeiger-Interview:
„Michael war ein ungeheuer begabter Musiker, der den Geschmack seiner Zeit geprägt hat. Und Michael hat unter seiner Identität als Schwarzer gelitten. Aber er war nie ein Freiheitskämpfer, ein Freiheitskünstler. Er hat nicht dazu beigetragen, die Situation der Schwarzen in der Unterhaltungsindustrie oder in der Gesellschaft an sich zu verbessern.“
Abgesehen vom ersten Satz, kann ich Belafonte nicht zustimmen. Meiner Meinung nach litt Michael Jackson unter seiner Identität als Schwarzer nicht. Weil dunkelhäutige Menschen früher (und leider auch heute noch viel zu oft) benachteiligt waren, glaubte man auch, dass Michael Jackson seine Haut „aufhellte“, um sich im Musikbusiness besser durchsetzen zu können und grössere Erfolge zu feiern. Ich möchte es nochmals erwähnen: Michael Jacksons Haut wurde immer heller, weil er an Vitiligo, der Weissfleckenkrankheit, die Pigmentstörungen verursacht, litt. Mehr dazu gibt es auch in „Michael Jackson – unverstanden und missverstanden“. Michael Jackson war übrigens auch stolz, schwarz zu sein. Die Situation der Schwarzen in der Unterhaltungsindustrie und in der Gesellschaft verbesserte Michael Jackson mit Sicherheit: Er gab ihnen Hoffnung und förderte schwarze Musiker auch selbst.
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