Freitag, 23. März 2012

Harry Belafontes Meinung zu Michael Jacksons Identität als Schwarzer

Der US-Sänger Harry Belafonte meinte kürzlich in einem Tages-Anzeiger-Interview:

„Michael war ein ungeheuer begabter Musiker, der den Geschmack seiner Zeit geprägt hat. Und Michael hat unter seiner Identität als Schwarzer gelitten. Aber er war nie ein Freiheitskämpfer, ein Freiheitskünstler. Er hat nicht dazu beigetragen, die Situation der Schwarzen in der Unterhaltungsindustrie oder in der Gesellschaft an sich zu verbessern.“

Abgesehen vom ersten Satz, kann ich Belafonte nicht zustimmen. Meiner Meinung nach litt Michael Jackson unter seiner Identität als Schwarzer nicht. Weil dunkelhäutige Menschen früher (und leider auch heute noch viel zu oft) benachteiligt waren, glaubte man auch, dass Michael Jackson seine Haut „aufhellte“, um sich im Musikbusiness besser durchsetzen zu können und grössere Erfolge zu feiern. Ich möchte es nochmals erwähnen: Michael Jacksons Haut wurde immer heller, weil er an Vitiligo, der Weissfleckenkrankheit, die Pigmentstörungen verursacht, litt. Mehr dazu gibt es auch in „Michael Jackson – unverstanden und missverstanden“. Michael Jackson war übrigens auch stolz, schwarz zu sein. Die Situation der Schwarzen in der Unterhaltungsindustrie und in der Gesellschaft verbesserte Michael Jackson mit Sicherheit: Er gab ihnen Hoffnung und förderte schwarze Musiker auch selbst.

Jeder sieht's und keiner handelt

Als grosse Genies gefeierte Popstars finden einen frühen Tod. Jüngstes Beispiel sind Amy Winehouse und Whitney Houston. Dass dies kein neues Phänomen ist, beweisen auch etwa Janis Joplin, die 1970 im Alter von 27 Jahren und Elvis Presley, der 1977 im Alter von 42 Jahren starb oder Kurt Cobain, der sich mit 27 Jahren 1994 das Leben nahm. Neben dem frühen Tod, teilen die Stars auch die Todesursache: Immer waren Drogen und Alkohol im Spiel. Vielleicht haben sich einige schon gefragt, warum im 21. Jahrhundert, einer Zeit, in der Drogen- und Alkoholentzugstherapien boomen, Drogen und Alkohol Amy Winehouse und Whitney Houston immer noch in den frühen Tod schicken können. Wahrscheinlich, weil ihnen die richtige Unterstützung bei einem Entzug fehlte und undurchsichtige Manager und Berater über Stars besser bestimmen konnten, wenn die Künstler unter Drogen und Alkohol standen. Ein Blick in Whitney Houstons Gesicht genügte, um zu merken, dass die Sängerin völlig von der Rolle war. Amy Winehouse machte wohl kaum freiwillig ihren Rausch zur Show und schliesslich zu ihrem „Markenzeichen“. Zuletzt begann man leider Winehouses Alkoholabhängigkeit für harmlos, gespielt oder cool zu halten. Schliesslich glaubte doch niemand, dass man einen ernsthaft alkoholkranken Menschen auf die Bühne lässt. Ich behaupte, dass ihre Tour-Manager Amy Winehouse vom exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum hätten abhalten können – wenn sie es wirklich gewollt hätten.  

Der Gedanke hinter "Michael Jackson - unverstanden und missverstanden"

In Vergessenheit wird Michael Jackson niemals geraten. Auch in ein paar Jahrzehnten werden die Menschen zu Michael Jacksons Musik singen und tanzen. Aber werden die Menschen in zwanzig, dreissig Jahren auch daran denken, welches Leid sich hinter dem Talent versteckte, an die psychischen Qualen, die der Popstar erleiden musste? Wenn nur noch Hommagen-Shows, bisher unveröffentlichte Songs, Videospiele und schöne Bildbände an den King of Pop erinnern und Bekannte und Zeitgenossen Michael Jacksons entzückt über ihre persönlichen Erlebnisse mit dem Künstler berichten, ist das schön – schön für unser Gewissen. Wie es dazu kam, dass ein menschliches Urbedürfnis – der Schlaf - Michael Jackson zum Verhängnis wurde, wird niemanden mehr interessieren. Michael Jackson sah in den Menschen, so naiv es auch klingt, immer nur das Gute. Der schüchterne Popstar hielt die Menschen für so gut, dass er auch niemals daran dachte, sich im Leben abseits der Bühne zu verstellen. Michael Jacksons Kinderliebe, das spezielle Aussehen, seine immer heller werdende Haut, das märchenhafte Neverland, seine Auffassung von Familie, seine Aussagen und Gedanken - all das war den meisten Menschen fremd und deshalb verdächtig. Die grosse Masse verstand Michael Jackson nicht oder missverstand ihn schlicht und einfach, was meiner Meinung nach zu seinem frühen Tod massgeblich beitrug. 
Dieser Blog möchte nicht nur auf das Buch "Michael Jackson - unverstanden und missverstanden" aufmerksam machen. Hier soll jeder – ob Fan oder nicht – über gesellschaftliche Zweifel und Ungerechtigkeiten, betreffe es Michael Jackson oder gesellschaftliche Themen allgemein, diskutieren können. Denn, was Michael Jackson widerfuhr, beginnt schon im Kleinen, gleich um die Ecke: Schüler, die auf dem Pausenplatz gehänselt werden, Mobbing am Arbeitsplatz, ignorierte Ungerechtigkeiten, böse Kommentare, fehlendes Verständnis, zu wenig Feinfühligkeit überhaupt…

Montag, 12. März 2012

Neues Buch: "Michael Jackson - unverstanden und missverstanden" (von Bettina Zanni)

Michael Jackson - unverstanden und missverstanden


"Michael Jackson - unverstanden und missverstanden" von Bettina Zanni


Inhaltsangabe
In den letzten Jahren vor seinem Tod galt Michael Jackson nur noch als verrückt, bizarr und abartig. Zudem war er in den Augen vieler ein gefährliches, pädophiles Monster. Die Massenmedien nutzten Jacksons spezielle Art aus und bastelten aus ihm einen skandalträchtigen Menschen. Es kam sogar soweit, dass die Gesellschaft jeglichen Respekt vor Michael Jackson verlor und er bis zu seinem Tod fast geächtet wurde. Ausser seinen Fans fiel aber niemandem auf, dass sich hinter dem Popstar ein sensibles, friedliebendes, ehrliches und intelligentes Wesen mit einem grossen Weitblick versteckte. Dieses Buch zeigt, dass man mit Jackson nicht persönlich bekannt sein musste, um dies – trotz der negativen Berichterstattungen – zu erkennen.  Das Buch enthält all die Informationen von und über den Popstar, welche die Massenmedien und die Gesellschaft ignorierten, nicht kommentierten, falsch verstanden oder nicht an die grosse Glocke hängten. Das Buch zeichnet ein ganz subtiles Porträt von Michael Jackson und zeigt, dass das „Zwischen den Zeilen lesen“ absolut notwendig ist, um Michael Jackson zu verstehen. 

Erhältlich online: www.zumsteg-druck.ch, www.buch.ch, www.buchshopping.ch, www.thalia.ch, www.exlibris.ch, www.books.ch, www.geschenkidee.ch, www.eurobuch.com, shop.musikhug.ch, www.bol.ch
Buchhandlungen: Buchhandlung Kupper, Dorfstrasse 140, 8706 Meilen, Buchhandlung Bodmer, Stadelhoferstrasse 34, 8024 Zürich
Preis Schweiz: 29 Franken
Preis Deutschland und Österreich: 24 Euro
 
Content
In the last years before his death, people took Michael Jackson for nothing more than a mad, bizarre and abnormal person. Moreover, he was in many people’s eyes a dangerous and paedophile monster. The mass media took advantage of Jackson’s special way and made a scandalous person of him. It even happened that the society finally lost all its respect for Michael Jackson. Until his death, Jackson was almost ostracized. Except for his fans, nobody noticed that behind the popstar, there was hidden a sensitive, peaceable, honest and intelligent creature with a big vision. This book shows that - despite the negative media coverage – it was not necessary to know Jackson personally to recognize this. The book contains all those pieces of information by and about the popstar which the mass media and the society ignored, didn’t comment, misunderstood or just didn’t shout from the rooftops. The book draws a very subtle portrait of Michael Jackson and shows that the “reading between the lines” is absolutely necessary to understand Michael Jackson.